CFMX auf Suse Linux 8.1: The server strikes back

by kai on 13/05/2003



In einem der allerersten Einträge dieses Blogs habe ich über meine Installationsversuche von CFMX auf einem Suse 8.1 Rootserver von Puretec geschrieben. Im Prinzip funktionierte die Installation, allerdings gab es dazu einige Kommentare, ausserdem waren mir selbst die Schwächen dieser Lösung (webroot auf /opt/coldfusionmx/wwwroot) mehr als bewusst.Christof Bonnkirch merkte in den Kommentaren zurecht an, dass aus irgendeinem Grund die VHOSTS in der Apache-Konfiguration ignoriert wurden, ausserdem war es nicht möglich, das CF-Webroot so hinzubiegen, dass es in die von Confixx (dem Admintool der Rootserver) vorgegebene Struktur hineinpasste.

Meine Lösung beginnt somit erst einmal mit dem Entfernen von Confixx. Das brauche ich eigentlich eh nicht, da ich sowohl User als auch MySQL-Datenbanken sehr gut alleine anlegen kann.

Zunächst habe ich also eine Sicherheitskopie des /etc-Ordners gemacht und in /root den Ordner confixx in confixx.bak umbenannt. Das gleiche muss man in home/www machen, dort liegt auch noch ein Teil der confixx-Installation.
In /etc/cron.d liegt ein Skript confixx, in dem man den Aufruf der Datei confixx_counterscript.pl auskommentieren sollte – sonst bekommt man als root nun einmal pro Minute eine Fehlermeldung.

Bei dieser Gelegenheit habe ich auch direkt noch PHP vom System entfernt, das brauche und wollte ich auch nicht. Dazu muss man die rpms deinstallieren und dann in /etc/httpd durch die suse_*-Skripte sowie durch httpd.conf und confixx_vhost.conf durchschauen und auf Verweise zu PHP prüfen und diese entfernen.

Das Konzept der HTTP-Anbindung an Confixx sieht so aus, dass Confixx die eigentlichen VHOST-Definitionen in das File confixx_vhost.conf auslagert und dieses von der httpd.conf inkludiert wird. Da das sehr übersichtlich ist, ist die Grundstruktur auch erhalten geblieben, ich habe nur diverse Dinge in den Konfigurationsfiles geändert.

httpd.conf

Das DocumentRoot in Section 2 habe ich auf /home/www/defaultweb/html gelegt und die Indexes ausgeschaltet, so dass kein Directory Browsing mehr möglich ist. In Section 3 wurde der Eintrag “NameVirtualHost *” einkommentiert und alle weiteren Verweise auf Confixx entfernt. Ganz unten findet man dann die Konfiguration des HTTP-Konnektors zu JRUN4.

private_vhost.conf

Hier steht oben noch ein von mir definiertes LogFormat, darunter dann – im Moment – zwei VirtualHost-Blöcke:

<VirtualHost *>
ServerName irgendwas.de
ServerAlias www.irgendwas.de
Options -Indexes
DocumentRoot /home/www/defaultweb/html/a
User web1
Group ftponly
ScriptAlias /cgi-bin/ /home/www/defaultweb/html/a/cgi-bin/
CustomLog /home/www/defaultweb/log/a/web1_server.log kaislogformat
ErrorLog /home/www/defaultweb/log/a/web1_error.log
<IfModule mod_jrun.c>
AddHandler jrun-handler .cfm .cfc .jsp .cfml .jws
</IfModule>
</VirtualHost>

Der zweite Block ist im Prinzip analog aufgebaut, nur ist der ServerName hier die p08154711.pureserver.info, kein ServerAlias vorhanden sowie die Verzeichnisstruktur an Stelle von …/html/a auf …/html/b zeigend.

Im physikalischen Ordner des ersten VirtualHosts habe ich dann auch den /CFIDE-Ordner abgelegt, so dass ich nun unter www.irgendwas.de auch auf den ColdFusion-Administrator zugreifen kann.

Das explizite Einbinden der AddHandler-Zeile scheint wichtig zu sein, damit die VirtualHosts mit den entsprechenden Endungen arbeiten können.

In dieser Konfiguration funktioniert die Maschine nun zunächst sehr gut. Ich kann unter beiden VirtualHosts auf mein Flashgateway zugreifen und .cfm- oder .cfc-Dateien scheinen keine Probleme mehr zu machen.

Ich hoffe ich habe keinen wichtigen Schritt vergessen… diese Arbeiten und Experimente zogen sich über mehrere Abende hin, da geht schon ab und an mal etwas verloren.

Bin gespannt auf neue Kommentare…

{ 1 comment… read it below or add one }

joerg June 23, 2003 at 12:00 am

Hallo Kai,
ich stehe nun bald vor genau diesem Problem. Sicherlich wird mir Dein Beitrag eine große Hilfe sein.
Sollte ich nicht klarkommen, weiß ich ja, wo ich Hilfe bekomme… 😉

danke
jörg

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